.. Theater

Das Weisse vom Ei

Von Euène Labiche / Christoph Marthaler

Eischnee, süsse Sahne, Vollmilch, Zucker – so lauten sie, die Zutaten für eine der traditionsreichsten Nachspeisen. Naheliegend ist, dass auch dem französischen Schriftsteller Eugène Labiche die als «île flottante» bekannte Süssspeise nicht ganz unbekannt war. Ihm nicht, und auch nicht den schaumweichen Charakteren seiner Komödien und Einakter, die sich zwei Jahrhunderte nach ihrer Erfindung plötzlich in Christoph Mar­thalers Inszenierung in bisher nie dagewesener Konstellation gegenüberstehen.

Choreographien von Sol León und Paul Lightfoot

Netherland Dans Theater Es ist eines der berühmtesten zeitgenössischen Ballettensembles der Welt: Das Nederlands Dans Theater gilt als das kulturelle Aushängeschild der Niederlande – dem Festspielhaus-Publikum sind die Arbeiten der Kompanie bestens bekannt. In den letzten Jahren hat es im Haus einen Generationswechsel gegeben: Statt Hans van Manen und Jiří Kylián prägen nun Paul Lightfoot und Sol León die Choreographien. Der Engländer und die Katalanin haben mit dem renommierten Prix Benois bereits so etwas wie den „Oscar“ der Tanzwelt gewonnen.

Eins Zwei Drei Vorbei von Frauke Jacobi

Ein Platz. Groß. Leer. Ein großer leerer Platz. Er wird zur Spielfläche des Lebens. Hier treffen sich Mann und Frau, lernen sich kennen und lieben. Manchmal kann das Leben so wechselhaft wie das Wetter sein. Die wichtigen Ereignisse kommen und gehen wie der Wechsel der Jahreszeiten und überrollen einen im wahrsten Sinne des Wortes im nächsten Moment. Das Kind ist da! Sie genießen den Sommer zu dritt. Schließlich heißt es Abschied nehmen vom erwachsenen Kind.

EVENT

Ein Mann tritt ins Scheinwerferlicht, im Saal sitzen Zuschauer.  Der Mensch auf den Brettern beginnt zu sprechen und zu handeln. Eine Theateraufführung? Oder ist alles anders als es scheint? Wenn das Licht erlischt ist der Mann nur noch Erinnerung. Was ist echt, was ist nur gespielt. Ist der Zuschauer Teil der Inszenierung oder ist das ganze Leben Theater? „Event“ ist ein komischer, gleichzeitig zutiefst irritierender Monolog über die merkwürdige Veranstaltung, die wir „Theater“ nennen – und eine brillante Meditation über das, was uns die Bühne über unser Leben zu erzählen hat.

Welch unerhörtes, nie gesehnes Wunder!

Vera Nemirova inszeniert Richard Wagners „Lohengrin“ in Basel Vera Nemirova, die an der Oper Frankfurt mit ihrer Inszenierung von Wagners „Ring des Nibelungen“ und am Theater Basel in der Saison 2012/13 mit Verdis „Un ballo in maschera“ grosse Erfolge feierte, führt mit „Lohengrin“ zum zweiten Mal in Basel Regie. Am Pult steht Axel Kober, der hier zuletzt als Dirigent von „Parsifal“ zu erleben war und jüngst den „Tannhäuser“ bei der Bayreuther Festspielen dirigierte.

Theater Basel: FAME - Remember my Name

Ruhm ist schnell versprochen – aber nur nach harter Arbeit erreicht. Und so heisst die beste Schule New Yorks in diesem Metier bitte schön «High School of Performing Arts» – und nicht «Fame Academy» oder ähnliches. Wer hier schnellen Ruhm erwarte, der sei hier fehl am Platz – das machen die Lehrer den neuen Schülern sehr schnell klar.

Tom Ryser (u.a. «Sekretärinnen», «Hair») schickt junge – auch Schweizer – Talente auf diese legendäre Schule nach New York, diesen Grossstadt- und Kultur(en)dschungel, mit seiner Hektik, seinem Tempo, seinem Konkurrenzdruck.

Fluchtburg

Mit ‚Fluchtburg‘ bringt Sybille Fabian ein Stück des mehrfach ausgezeichneten Schweizer Autors Gerhard Meister im E-Werk als deutsche Erstaufführung auf die Bühne. Das Stück erlebte seine Uraufführung am Burgtheater in Wien.

Dem Autor Gerhard Meister gelingt es, mit einfachen Worten einen rätselhaften und geheimnisvollen Irrtum zwischen den Geschlechtern aufzuzeigen. Meister glückt das Kunststück, ein Theaterstück zu schreiben, das grundsätzlich von allen Altersklassen dargestellt werden kann.

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